Trauer um Prof. em. Dr. Gottfried Korff

Das Ludwig-Uhland-Institut trauert um Gottfried Korff. Er war einer der prägenden Professoren am LUI, an dem er in der bewegten Zeit zwischen 1970 und 1975 als wissenschaftlicher Assistent und von 1982 bis zu seiner Emeritierung 2007 als Professor arbeitete.

Nach dem Studium der Volkskunde, Germanistik und Kunstgeschichte in Köln, Bonn und Tübingen hat Gottfried Korff 1969 an der Eberhard Karls Universität seine Dissertation über Heiligenkulte in der Gegenwart abgeschlossen. Es folgten fünf Jahre am LUI, bevor er von 1975 bis 1978 als Landesmuseumsrat am Rheinischen Landesmuseum/Freilichtmuseum Kommern arbeitete. Von 1978 bis 1982 kuratierte er als Generalsekretär die Ausstellung Preußen – Versuch einer Bilanz im Martin-Gropius-Bau in Berlin – eine der zentralen kulturhistorischen Ausstellungen der Bundesrepublik. 1982 ist Korff mit Dienstantritt 1. September auf eine Professur nach Tübingen zurück „gerufen“ worden. Seine Zeit am LUI war geprägt von wegweisenden Forschungen (zusammengefasst u.a. in den Festschriften Museumsdinge von 2002 und Simplizität und Sinnfälligkeit von 2013) und von seinen großen Ausstellungsvorhaben: Die Ausstellung „Berlin, Berlin“ 1987 zum Berliner Stadtjubiläum, die Eröffnungsschau des Gasometers Oberhausen „Feuer und Flamme“ (1994) oder die kleine, aber ungemein originelle Objektgalerie „13 Dinge“ im Museum für Volkskunde in Waldenbuch (1992). Von 1994 bis 2002 war Korff Direktor des Instituts. Am 30. September 2007 ist Gottfried Korff pensioniert worden und hat in der Folge das kleine Tübingen in der schwäbischen Provinz in Richtung Metropole und Berliner Großstadtleben verlassen. Am Mittwoch, 16.12., ist Gottfried Korff in Berlin im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit gestorben.