Buchvorstellung des neusten TVV-Bandes

„Der Underground war amerikanisch. Vorbilder für die deutsche Undergroundpresse“ von Richard van Ess

 
Wann? am Samstag, 16. Februar, 18 Uhr
Wo? im Blauen Salon in der Münzgasse 13
 
Was ‚1968’ war und bedeutete, ist umstritten. In jedem Fall waren Aufbruch und Wandel auch von einer Medienrevolte getragen. Die Subkultur grenzte sich nicht nur ideologisch, sondern auch medial vom Mainstream ab. Sie kommunizierte über eigene Medien, die heute jedoch kaum mehr bekannt sind.
„Agit 883“, „Pänggg“, „Fizz“ oder „Gottfried’s Jacke“, um nur wenige Beispiele zu nennen, waren das Sprachrohr des deutschen Underground. Auf den bewusst anarchisch collagierten Seiten dieser Zeitungen fanden sich Organisationsangebote für gemeinschaftliche Aktionen, Analysen über den Stand der Revolution, Besprechungen von Musik und Literatur oder auch Kleinanzeigen für Notwendiges und Persönliches.
Mit der vorliegenden Publikation werden erstmals sämtliche verfügbaren deutschen Underground-Zeitschriften der Jahre 1968 bis 1973 vollständig einbezogen und als Quellen für die Entstehung einer Alternativkultur ausgewertet. Nachgewiesen wird, welch entscheidenden Einfluss die amerikanische „Counterculture“ der späten 1960er-Jahre auf die deutsche Subkultur hatte.