Christine Hämmerling

Kurzbiographie der Autorin

Christine Hämmerling, geb. 1983, hat von 2003 bis 2010 Empirische Kulturwissenschaft, Neuere und Neuste Geschichte und Soziologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Karls Universität in Prag
studiert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Medienanalyse, Konsum- und Werbeforschung sowie Minderheiten in Europa. Seit 2010 ist sie Mitarbeiterin der Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen. In ihrem Promotionsprojekt in der DFG-Forschergruppe „Ästhetik und
Praxis populärer Serialität“ beforscht sie alltägliche Umgangsweisen und soziale Positionierungen mit seriellen Narrativen anhand der Krimireihe „Tatort“.

Kurzinterview

1. In eigenen Worten: Worum geht es in Ihrem Buch?

In meinem Buch geht es um verschiedene Darstellungsformen von Freizeit, die sich in der aktuellen Fernsehwerbung finden lassen. Ich sehe mir mit kulturwissenschaftlichem Interesse an, im Kontext welcher Diskurse Bilder von freier Zeit und Freizeit zum Werben eingesetzt werden, weil ich argumentiere,
dass diese Werbebilder eng damit zusammenhängen, welche Hoffnungen und Befürchtungen wir an freie Zeit knüpfen.

2. Was hat Sie an diesem Thema fasziniert?

Mich hat fasziniert, dass Freizeit ein scheinbar friedliches Phänomen darstellt, das – insbesondere unter den Bedingungen der Fernsehwerbung – doch Ungemütlichkeit, Unsicherheit und Schlagkraft gebendes Potential in sich birgt.

3. Was ist das Besondere an Ihrem Buch?

Ich glaube, es lässt sich leicht lesen und man ist darin ständig von Bildern umgeben, die einem aus dem Alltagsleben bereits bekannt vorkommen, ohne dass man sie sich genauer angesehen hat. Ich denke, es kann – wie viele Bücher über Werbung – die Art und Weise verändern, wie wir Werbung sehen.

4. Woran arbeiten Sie als nächstes?

Momentan arbeite ich an meiner Dissertation über den alltäglichen geschmacklichen Umgang mit Fernsehserien, bzw. -reihen, am Beispiel des „Tatort“.