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Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV) und Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
Newsletterarchiv
LUI/TVV-Newsletter 37 (Juli 2009)
I. INSTITUTSNEWS
Zum Ende des Sommersemesters informieren wir Sie wieder über die wichtigsten Neuigkeiten
aus Institut und TVV.
Zunächst eine herzliche Einladung zum Dokumentarfilmabend im Kino Arsenal: Zum Thema:
„Hinter Gittern und Zäunen“ zeigt das Arsenal am Dienstag den 21.7.2009 ab 18.00 Uhr
zwei Dokumentarfilme von Studenten der Empirischen Kulturwissenschaft. 18 Uhr: !Premiere!
– „Fremde Welten“ von Christoph Bareither zeigt den steinigen Weg einer Gruppe von
Sträflingen, die hinter den Mauern der Justizvollzugsanstalt Rottenburg gemeinsam
mit Studenten an einer professionellen Hip-Hop-CD arbeiten. (Zum Projekt http://www.fremde
welten.org/ ). 19 Uhr: Der Film „Summer's Almost Gone“ (Regie: Benoit Méry und Rémi
Pinaut) geht der Frage nach, ob das bunte Treiben auf dem heutigen Southside-Festival
in Neuhausen ob Eck etwas mit früheren Hippie-Festivals gemeinsam hat. Der Künstler
Frieder Preis aus dem schwäbischen Spaichingen erklärt, was ihn damals als „ganz normalen“
Festivalgänger und Hippie bewegt hat. Seine Kommentare geben einen eigenwilligen Blick
auf das Southside-Festival 2008. An dem Film haben einige Tübinger EKW-Studentenmitgearbeitet
(Patrick Ritter, Tanja Küchle und Thorsten Hans).
(Mehr zum Projekt:
http://www.towerateliers.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=
blog&id=25&Itemid=34,
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=EcveCCf8l3w)
3 € für 2 Filme. Wir würden uns freuen, den ein oder anderen von Euch / Ihnen zu unserem
Filmabend begrüßen zu dürfen. Patrick Ritter und Christoph Bareither
Ein weiterer Termin zum Vormerken ist die diesjährige Absolventenfeier des LUI am
23.7.2009 ab 19.30 Uhr. Vorbereitet von einer Gruppe ehrenamtlich engagierter Bachelor
Studierender wird die Absolventenfeier 2009 in festlicher Atmosphäre im Hörsaal der
Klassischen Archäologie stattfinden. Spenden sind noch erbeten (Tiziana Calandrino,
Ktnr.0001722363, KSK Tübingen, Stichwort Absolventenfeier). Auf zahlreichen Besuch
freuen sich AbsolventInnen und VeranstalterInnen.
Eine knappe Woche später, am 28. Juli um 19 Uhr, präsentiert sich das Projekt „HeimatStadt
Stuttgart“ in Stuttgart. Unter dem Titel „stuttgarter leben / stuttgart erleben“ wird
das Studienprojekt, das in Kooperation mit dem Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart
unter der Leitung von Anja Dauschek und Bernhard Tschofen gearbeitet hat, seine Forschungen
zu Stuttgarter Lebensläufen und Lebensstilen vorstellen. Die Präsentation findet im
Wilhelmspalais (Stadtbücherei), Konrad-Adenauer Str. 2, in Stuttgart statt.
Start für das Forschungs- und Kooperationsprojekt „Wissen & Museum“: Seinen offiziellen
Auftakt beging das BMBF-geförderte und gemeinsam mit dem Deutschen Literaturarchiv
Marbach, dem Kunsthistorischen Institut und dem Institut für Wissensmedien realisierte
Projekt „Archiv Exponat Evidenz. Generierung und Transformation von kulturellem Wissen
im Literaturmuseum“ (so der volle Titel) am 18. Mai in Marbach. Das Vorhaben, das
Wissenschaft und Praxis auf neuartige Weise zu verknüpfen versucht, hat das Ziel,
die vielfältigen Übersetzungsvorgänge in Ausstellungen zu untersuchen. Es will Theorien
entwickeln, die über den Einzelfall hinaus Wissensprozesse und expositorische Logiken
des Museums erklären können. Untersuchungsgegenstand ist das DLA mit seinem Archiv
und den beiden Museen, dem Literaturmuseum der Moderne (LiMo) und dem Schiller-Nationalmuseum.
Und damit hängen dann auch erfreuliche Personalia des LUI zusammen: Seit 1. Mai verstärken
Felicitas Hartmann M.A. und Dr. des. Thomas Thiemeyer als Projektmitarbeiter das Team
– auch wenn sie derzeit vornehmlich ihren Arbeitsplatz in Marbach haben. Beide sind
im Institut keine Unbekannten. Hartmann hat Empirische Kulturwissenschaft studiert
und 2006 abgeschlossen (vgl. „Augenlust und Gaumenfreuden“/Studien&Materialien, Bd.
31), anschließend hat sie ein Volontariat am Stadtmuseum Tübingen absolviert. Thiemeyer
hat in diesem Frühjahr nach einem Studium der Geschichte und Praxisjahren als Ausstellungs
und Museumsmacher am LUI seine Dissertation über Kriegsdarstellungen im Museum abgeschlossen
(Betreuer: G. Korff). Sie werden sich in den nächsten drei Jahren mit den Projektmodulen
„Räume der Literatur“ (betreut von B. Tschofen) und „Materialien der Literatur“ (betreut
von A. te Heesen) beschäftigen, Th. Thiemeyer fungiert darüberhinaus als Koordinator
des Projekts.
Eine weitere erfreuliche Personalie ist zu vermelden: Kaspar Maase, in diesem Semester
quasi nebenbei Gastprofessor in Eichstätt, wird in den nächsten beiden Semestern eine
Gastprofessur am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich wahrnehmen.
Seine Geschäfte in Tübingen wird er trotz Beurlaubung teilweise wahrnehmen können,
und ab nächstem Jahr steht er (bis zu seiner Pensionierung im Juni 2011) dem LUI ohnehin
zu 100% zur Verfügung.
Und last but not least: Vom 14.9. bis zum 15.11.2009 beherbergt der Haspelturm eine
Gastausstellung: „Atlantis steigt auf. Paul Alfred Müller – Science Fiction aus Murnau“.
Die Eröffnung findet am 13.9. statt (Die Uhrzeit wird noch bekanntgegeben). Erarbeitet
wurde die bereits im Schloßmuseum Murnau gezeigte Ausstellung von Ingrid Tomkowiak,
Markus R. Bauer und Rolf A. Schmidt in Kooperation mit dem Institut für Populäre Kulturen
der Uni Zürich.
Die genauen Termine wie auch die Neuveröffentlichungen der TVV sind im Anschluss detailliert
angegeben. Bitte, informieren Sie sich auch auf unserer Homepage
http://www.uni-tuebingen.de/kultur . Wir möchten Sie zu allen diesen Veranstaltungen
gerne und herzlich einladen!
Noch ein Hinweis: Das Wintersemester 2009/10 beginnt am 19. Oktober
II. TERMINE
Dienstag, 21.7.2009 ab 18.00 Uhr
Dokumentarfilme: 18 Uhr: „Fremde Welten“ von Christoph Bareither; 19 Uhr: „Summer's
Almost Gone“ (Regie: Benoit Méry und Rémi Pinaut)
Ort: Kino Arsenal, Grabenstraße, Tübingen
Donnerstag, 23.7.2009 ab 19.30 Uhr
AbsolventInnenfeier am LUI
Ort: Hörsaal Klassische Archäologie, Schloss
Dienstag, 28.7.2009, 19.30 Uhr
Projektpräsentation „stuttgarter leben / stuttgart erleben“; Studienprojekt in Kooperation
mit dem Planungsstab Stadtmuseum der Stadt Stuttgart, Anja Dauschek, Bernhard Tschofen,
die Projektgruppe
Ort: Wilhelmspalais (Stadtbücherei), Konrad-Adenauer Str. 2, 70173 Stuttgart.
Sonntag 13.9..2009 (Uhrzeit wird noch bekanntgegeben)
Ausstellungseröffnung der Gastausstellung: „Atlantis steigt auf. Paul Alfred Müller
– Science Fiction aus Murnau“, Ingrid Tomkowiak, Markus R. Bauer und Rolf A. Schmidt
in Kooperation mit dem Institut für Populäre Kulturen der Uni Zürich (14.9.-15.11.2009).
Ort: LUI, Haspelturm
III. VERÖFFENTLICHUNGEN der TVV
Überarbeiteter NEUDRUCK
Utz Jeggle (Hg.): Erinnerungen an die Haigerlocher Juden. Ein Mosaik.
Book on Demand. 2009 432 S. : Ill., graph. Darst. (Preis auf Anfrage)
Erinnerungen an die Haigerlocher Juden – der Bogen, den der Titel dieses Buchs vorgibt,
ist weit gespannt. Die Überlegungen beginnen mit einer Sage – wie die Juden nach Haigerloch
kamen. Zentrum des jüdischen Lebens war das Haag, eine 1780 gegründete, geschlossene
jüdische Siedlung, die nicht als Ghetto empfunden wurde, sondern eher als sicheres
Rückzugsgebiet, in dem die Juden ihre kulturelle und religiöse Eigenständigkeit leben
konnten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts veränderte sich nicht nur die rechtliche Stellung
der Juden in Hohenzollern, sondern entwickelte sich auch das Zusammenleben der drei
„Konfessionen“ zu einer Kultur der Differenz.
Eine Hand voll Juden hat das KZ überlebt. Keiner von ihnen hat sich längerfristig
in Haigerloch niedergelassen. Geblieben sind ihre Geschichte und ihre Geschichten
– mörderische, versöhnliche und zukunftsträchtige. Diese Erinnerungen an die Haigerlocher
Juden zu bewahren und weiterzugeben versucht dieser Band.
Die folgende ehrenvolle Nachricht erreichte die Newsletter-Redaktion ganz aktuell.
Der Senat der Universität Tübingen hat auf Vorschlag der Fachschaft EKW und der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften beschlossen, Kaspar Maase mit seinem kürzlich erfolgreich zu Ende gegangen Projekt "Tü amo! Italienisches im Tübinger Alltag" für den Landeslehrpreis Baden-Württemberg zu nominieren. Die Universität Tübingen wird dadurch in diesem Jahr durch ein LUI-Projekt in diesem Wettbewerb vertreten.
Wir gratulieren allen Beteiligten und besonders Kaspar Maase ganz herzlich! |