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Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV) und Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft

Newsletterarchiv

LUI/TVV-Newsletter 18 (April 2006)

I. INSTITUTSNEWS

Das LUI kann mit einer Reihe von guten Nachrichten aufwarten: Wir sind intensiv an den Tübinger Projekten der „Exzellenzinitiative“ beteiligt: an der Förderlinie 1 (Graduate School „Textuality & the Dynamics of Cultures“) zum einen sowie an der Förderlinie 3 (Centre for Methodolgy in the Humanities and Social, Behavioural and Cognitive Sciences: Knowledge – Cognition – Misunderstanding“) zum anderen.
Vor wenigen Tagen hat das Ministerium – das schließt unsere diesbezüglichen Planungen nun endlich ab – unseren BA- und MA-Studiengang genehmigt.
Erfreulich ist zudem, dass Kaspar Maase den Titel „apl. Prof.“ verliehen bekommen hat. Dazu gratulieren wir herzlich – und zum Gratulieren hat das Institut im Sommersemester gleich mehrfach: zum 60. Geburtstag von Kaspar Maase (8. Juni), zum 65. Geburtstag von Utz Jeggle (22. Juni) und zum 80. Geburtstag von Hermann Bausinger (17. September). Das Institut wird dazu – siehe Termine – eigene Feiern veranstalten, zu denen wir gerne einladen.
Einladen möchten wir Sie gerne auch herzlich zu gleich zwei Symposien, die als „Tübinger kulturwissenschaftliche Gespräche“ 5 und 6 organisiert werden: Am 28. und 29. April findet das von Bernhard Tschofen und Lioba Keller-Drescher konzipierte Symposion „Dialekt und regionale Kulturforschung. Traditionen und Perspektiven einer Alltagssprachforschung in Südwestdeutschland“ und von 8. bis 10. Juni die von und für Kaspar Maase organisierte Tagung „Die Schönheiten des Populären. Die Massenkünste zwischen Werk und Rezipientenästhetik“ statt.
Besonders hochkarätig besetzt, ist auch die von Gottfried Korff konzipierte „Studium Generale“-Vortragsreihe „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“, die jeweils Dienstags 20-22 Uhr im HS 21 stattfindet. Und natürlich wollen wir Sie auch gerne zu den gemeinsam mit dem Institut Culturel Franco-Allemand organisierten Vorträgen (Alain Corbin, Jean-Claude Schmitt) sowie auf die im Institut stattfindenden Referate der AG Jüdische Studien einladen.

Notieren Sie sich also bitte die Termine – wir laden Sie herzlich zu diesen Veranstaltungen ein.

II. TERMINE

28.-29.04.
Symposion „Dialekt und regionale Kulturforschung“. Traditionen und Perspektiven einer Alltagssprachforschung in Südwestdeutschland
Tübinger kulturwissenschaftliche Gespräche, 5
Ort: Fürstenzimmer des Schlosses Hohentübingen
Programm: s. IV. TAGUNGEN

02.05, 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Jochen Brüning (Humboldt-Universität, Berlin /Helmholtz-Zentrum, Berlin):
Sammeln und Zerstreuen. Zum Verhältnis von Museum und Universität
Ort: HS 21 (Kupferbau)

09.05, 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Stephan Schwan (Tübingen):
Wissenserwerb im Museum: Besucher, Objekte und Medien im Wechselspiel
Ort: HS 21 (Kupferbau)

16.05., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Thomas Schäfer (Tübingen):
Botschaften ohne Text? Kommunikation durch Bildsprache in der Antike
Ort: HS 21 (Kupferbau)

16.05., 20 Uhr s.t.
Vortrag im Rahmen der AG Jüdische Studien am LUI
Barbara Peveling (Tübingen): Zwischen Orient und Okzident: Migration und Kult nordafrikanischer Juden in Israel und Europa
Ort: LUI

18.05., 20 Uhr
Vortag im Rahmen der mit dem Institut Culturel Franco-Allemand und dem Historischen Seminar (Prof. Langewiesche) gemeinsam durchgeführten Gesprächsreihe „Dans le Regard de l’Autre“
Alain Corbin (Paris): Histoire du corps au XIXe siècle (Die Geschichte des Körpers im 19. Jahrhundert)
Der Vortrag wird übersetzt.
Ort: Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstr. 25, Tübingen

23.05., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Rainer Treptow (Tübingen):
Die Dinge zeigen: Bildung durch Sachen
Ort: HS 21 (Kupferbau)

30.05., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Herbert Klaeren (Tübingen):
Was lässt sich aus einem Computermuseum lernen?
Ort: HS 21 (Kupferbau)

04.06., 18 Uhr
Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums
Andre Gingrich (Wien) (Vortragstitel wird noch bekannt gegeben)
Ort: LUI

08.-10.06.
Symposion „Die Schönheiten des Populären. Die Massenkünste zwischen Werk- und Rezipientenästhetik“
Tübinger kulturwissenschaftliche Gespräche, 6
Ort: Fürstenzimmer des Schlosses
Programm: s. IV. TAGUNGEN

08.06., 18 Uhr
Im Anschluss and das WM-Eröffnungsspiel Deutschland-Costa Rica findet die Geburtstagsfeier für Kaspar Maase statt.
Ort: LUI

12.06., 20 Uhr
Vortag im Rahmen der mit dem Institut Culturel Franco-Allemand und dem Kunsthistorischen Institut (Prof. Klein) gemeinsam durchgeführten Gesprächsreihe „Dans le Regard de l’Autre“
Jean Claude Schmitt (Strasbourg): Pour une histoire des rythmes du Moyen Age (Für eine Geschichte der Rhythmen im Mittelalter)
Der Vortrag wird übersetzt.
Ort: Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstr. 25, Tübingen

13.06., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Hans-Jörg Rheinberger (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin):
Die Evidenz des Präparates
Ort: HS 21 (Kupferbau)

22.06., 20 Uhr s.t.
Geburtstagsfeier für Utz Jeggle
Special guests and special events
Ort: LUI

20.06., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Michal Kucera (Tübingen):
Displaying Darwin: Zu den Ikonen der Evolution
Ort: HS 21 (Kupferbau)

27.06., 20 Uhr s.t.
Vortrag im Rahmen der AG Jüdische Studien am LUI
Tatjana Malafy/Werner Kessl: Jüdisches Leben heute – das Beispiel Rottweil und Villingen-Schwenningen
Ort: LUI

27.06., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Nicholas Conard (Tübingen):
Die Musealisierung des Neandertalers und die Selbstwahrnehmung des Jetztmenschen
Ort: HS 21 (Kupferbau)

29.06., 18 Uhr
Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums
Silke Göttsch (Kiel) (Vortragstitel wird noch bekannt gegeben)
Ort: LUI

29.06., 20 Uhr 15
Vortrag gem. mit dem D.A.I.
Douglas Kellner (Los Angeles)
Media Spectacles and Current American Politics, gem. m. D.A.I.
Ort: wird noch bekannt gegeben

04.07., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Dr. Christa Habrich (LMU München / Deutsches Medizinhistorisches Museum, Ingolstadt):
Medizin im Museum?
Ort: HS 21 (Kupferbau)

11.07., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Prof. Dr. Ulrich Raulff (Deutsches Literaturarchiv Marbach):
Aus dem Bestand: Literatur zwischen Archiv und Museum
Ort: HS 21 (Kupferbau)

12.07., 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „MetzingenTM – Zur Kultur einer Outlet-Stadt“
Ort: Metzingen, Volkshochschule

18.07., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Dr. Volker Harms (Tübingen):
Die Welt in den Dingen. Völkerkundliche Objekte in den Sammlungen der Aufklärung
Ort: HS 21 (Kupferbau)

25.07., 20-22 Uhr
Vortrag im Rahmen der Studium-Generale-Ringvorlesung „Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven“
Dr. Anette Michels (Tübingen):
Repräsentation und Vergewisserung. Die Neue Aula der Universität Tübingen
Ort: HS 21 (Kupferbau)

27.07., 18 Uhr
IVV samt Feier für die Absolventinnen u. Absolventen des Studienjahrs 2005/6
Ort: LUI

VORANKÜNDIGUNG
15.09., 15 Uhr (der genaue Beginn wird noch bekannt gegeben)
Geburtstsagsfeier für Hermann Bausinger
Ort: LUI

III. RINGVORLESUNG IM STUDIUM GENERALE
Ein Museum der Universität. Positionen und Perspektiven

Die von Gottfried Korff konzipierte Ringvorlesung steht im Zusammenhang mit den Planungen zur Einrichtung eines Museums der Universität. In ihr sollen Entwürfe und Perspektiven solch einer Einrichtung aus Tübinger Sicht, aber auch aufgrund der Erfahrungen anderer Universitäten vorgetragen und diskutiert werden. Die Vorlesung dient zum einen der Präsentation der Tübinger Sammlungen, insbesondere der verborgenen und bisher nicht institutionalisierten, und zum andern der Darlegung von neueren Konzepten des Universitätsmuseums als Ort der Wissenskommunikation. Die Vorlesung versteht sich zudem als Vorbereitung, Kommentar und Reflexion einer zum Internationalen Museumstag (21. Mai 06) im Kleinen Senat arrangierten Ausstellung, die Highlights aus den universitären Sammlungen zeigen soll.

Die Ringvorlesung findet jeweils Dienstag (20 – 22 Uhr) im HS 21 (Kupferbau) statt.

IV. TAGUNGEN

Dialekt und regionale Kulturforschung
Traditionen und Perspektiven einer Alltagssprachforschung in Südwestdeutschland
Tübinger kulturwissenschaftliche Gespräche, 5

28. und 29. April 2006
Fürstenzimmer, Schloss Hohentübingen

Das Ludwig-Uhland-Institut der Universität Tübingen verfügt mit seiner Arbeitstelle „Sprache in Südwestdeutschland“ über eine einmalige Forschungs- und Dokumentationsstätte. In der 1959 gegründeten Arbeitsstelle sind über vier Jahrzehnte auf der Grundlage eines unvergleichlichen Aufnahmenkorpus Forschungen zur Alltagssprache betrieben worden, die für die Dialektologie Maßstäbe zu setzen wussten.
Heute engagiert sich die Arbeitsstelle besonders für die Erhaltung, öffentliche Nutzung und pointierte Fortführung der Materialien. Sie sucht ihre Aufgaben verstärkt in einem kulturwissenschaftlichen Zugang zu Sprache und Erzählen in der Region. Das Symposion „Dialekt und regionale Kulturforschung“ will die eingeleitete Neupositionierung begleiten und der Diskussion künftiger Orientierungen dienen.

Bitte, beachten Sie das detaillierte Programm auf unserer Homepage (direkter link: http://www.uni-tuebingen.de/kultur/01-in/10/dialekt.pdf)

Wegen beschränkter Raumkapazität wir um baldige Anmeldung im Sekretariat des Ludwig-Uhland-Instituts (Frau Lang) gebeten:
E-Mail: waltraud.lang@uni-tuebingen.de
Tel. +49 (0)7071/29-72374
Fax +49 (0)7071/29-5330

***

Die Schönheiten des Populären – Zur Ästhetik der Massenkünste
Tübinger Kulturwissenschaftliche Gespräche, 6

Termin: 8. bis 10. Juni 2006
Ort: Tübingen, Schloss Hohentübingen, Hörsaal des Archäologischen Instituts
Informationen: Prof. Dr. Kaspar Maase, Tel. 07071/297 8391; www.uni-tuebingen.de/kultur

"Ästhetisches Begehren" (Gernot Böhme) und ästhetische Erfahrung bestimmen heute vielfältig die alltägliche Lebensführung. Konservativ geschätzt, konsumiert der Durchschnittsdeutsche mehr als fünf Stunden täglich populäre Kunst: Musik, TV-Serien, Fotoromane, Popvideos, Fernsehspiele, Krimis, Comics, Kinofilme, Heftromane. Auch Werbung, Computerspiele, Schausport sind erstrangige Quellen ästhetischer Erfahrung. Nie zuvor haben so viele Menschen Gewicht auf die Gestaltqualität von Alltagsdingen gelegt. Ob "Designerklamotten" oder Küchenutensilien skandinavischer und italienischer Provenienz – man will mit schönen Dingen leben.
Wissenschaft und Feuilleton haben eine massive "Ästhetisierung der Lebenswelt" diagnostiziert – überwiegend aus kritischer Distanz. Verführung zu überflüssigem Konsum und Flucht in schöne Scheinwelten lauten die Vorwürfe. Was nun aber eigentlich die ästhetischen Qualitäten der populären Künste ausmacht und wie Faszination und Beglückung zustande kommen, ist Gegenstand eines interdisziplinären, internationalen Symposiums am Tübinger Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft. Comics und Fernsehen, Fußball, Popmusik und erotische Kunst sind einige der erörterten Themen.

Programm

Donnerstag, 08.06.2006,
18.00 Eröffnungsvortrag
Gernot Böhme (Darmstadt): Ästhetische Ökonomie

Freitag, 9. 6. 2006
09.00 Reinhard Johler (Ludwig-Uhland-Institut): Begrüßung
09.15 Kaspar Maase (Tübingen): Die Erforschung des Schönen im Alltag. Thesen
10.15 Knut Hickethier (Hamburg): Die Ästhetik des Populären in Fernsehen und Film
11.45 Andreas Platthaus (Frankfurt/M.): Fumetti - Der Comic schwebt zwischen den Extremen
14.30 Susanne Binas-Preisendörfer (Oldenburg): Popmusik-Ästhetik zwischen kultureller Praxis, Medientechnologien und kommerzieller Organisation
15.30 Winfried Fluck (Berlin): Ästhetische Konzepte in der Geschichte der US-amerikanischen Populärkultur
17.00 Thomas Alkemeyer (Oldenburg): Bewegte Formen - Formen in Bewegung. Fußball als körperliche Aufführung und ästhetische Erfahrung
18.00 WM-Eröffnungsspiel Deutschland – Costa Rica

Samstag, 10. 6. 2006
9.30 Hans-Otto Hügel (Hildesheim): Nachrichten aus dem glücklichen Leben. Die Schönheit des Populären und sein Verhältnis zur Kunst
10.30 Mohini Krischke-Ramaswamy (Hildesheim): Ästhetische Wahrnehmung in Fan-Szenen
12.00 Abschlussvortrag
Richard Shusterman (Boca Raton): Ars Erotica and the Aesthetics of Popular Art

Die Tagung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen (d.a.i.) statt. Sie wird finanziell unterstützt von der Kulturabteilung der Botschaft der USA.

V. PUBLIC SCIENCE – Pressespiegel des LUI für das Jahr 2005

Das Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft gehört zu jenen Instituten der Universität Tübingen, die mit ihren Forschungen auf ein breites mediales Echo und damit auf ein hohes Interesse in der Öffentlichkeit stoßen. Dieser Wissenstransfer in die Region (und darüber hinaus) gehört daher zu den selbst gestellten – und wie wir meinen erfolgreich umgesetzten – Zielvorgaben des Instituts. Dieser „Pressespiegel“ für die Jahr 2005 (es ist nach jenem für die Jahre 2002-2004 bereits der zweite) versteht sich daher als Dokumentation und als Evaluationsinstrument des LUI-Bemühens um „public understanding of sciences and humanities“. Er belegt gleichzeitig die hohe mediale Nachfrage nach Inhalten der Tübinger Empirischen Kulturwissenschaft.
Das öffentliche Interesse konzentriert sich dabei zunächst auf die klassischen Inhalte der EKW und die Kompetenz der Institutsmitarbeiter/innen. Daneben aber hat auch die rege EKW-Beteiligung an universitärer Wissensvermittlung (Studium Generale, Kinderforschertag, Gesprächsreihe mit dem Institut culturel franco-allemand) ein positives mediales Echo gefunden. Dies trifft auch für die an ein größeres Publikum gerichteten LUI-Vortragsforen bzw. die eigens initiierten „Tübinger kulturwissenschaftlichen Gespräche“ zu (Institutstagungen: „Wo ist Europa“; „Die Konstruktion des Feindes“). Ein besonderes „Fenster“ in die Öffentlichkeit – und auch dies zeigt der Pressespiegel deutlich – besitzt die Empirische Kulturwissenschaft v.a. aber mit ihren Studienprojekten und den damit verbundenen Ausstellungen („Culture to go“; „Daheim in Europa“; „Merkwürdige Geschichten“). Und ausgesprochen erfreulich ist letztlich auch, dass die neuesten Publikationen des Instituts eine sehr interessierte Aufnahme in der Öffentlichkeit (und damit eine hohe Auflage) gefunden haben.
Der hohe Bekanntheitsgrad des Instituts aber – und dies ist ebenso wichtig zu erwähnen – unterstreicht nicht nur die in der Öffentlichkeit und den Medien zugestandene EKW-Kompetenz, sondern erhöht auch die Berufschancen der Absolventinnen und Absolventen spürbar. Im Institutsleitbild wird dies als eigenes Ziel dargelegt: Das intensive Bemühen um Wissenstransfer zielt auf ein öffentlichwirksames und kommunikatives Institut.
Da Rundfunk- und Fernsehberichte mit den Institutskapazitäten nur schwer zu erfassen waren, sind in diesem „Pressespiegel“ vorrangig Zeitungsberichte enthalten. Diese wiederum sind (aus den erwähnten Gründen) primär auf die regionale Berichterstattung konzentriert.
Der Pressespiegel kann um € 2,-- am Institut bezogen werden.

VI. TVV-VERÖFFENTLICHUNGEN

Gottfried Korff (Hg.): Alliierte im Himmel.
Populare Religiosität und Kriegserfahrung

Tübinger Vereinigung für Volkskunde 2006
Bd. 99 der Reihe Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts
ISBN 3-932512-36-7
397 S., Ill.
Preis: Euro 25.00, für TVV-Mitglieder: Euro 16.25

Die Beiträge des vorliegenden Bandes, der auf einer Tagung des Tübinger Sonderforschungsbereichs "Kriegserfahrungen - Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit" zurückgeht, fragen nach der Prägekraft popular-religiöser Formen auf die Kiegserfahrung. Dabei wird sowohl kirchlich-institutionelle als auch lebensweltlich-rituell verfestigte und geformte Religosität in und nach den Kriegen des 19. und 20. Jahrhunderts in den Blick genommen, denn auch in der säkularisierten Moderne spielen religiöse Deutungsmuster eine wichtige Rolle bei der Erfahrungsbildung. Untersuchungsgegenstände bilden Dinge, Diskurse, Bilder, Rituale.

Inhalt:
Gottfried Korff: Einleitung
Annette Becker: Die Religionsgeschichte des Krieges 1914-1918. Eine Bilanz
Bernd Hüppauf: Transformationen von Gewalt in Kriegsritualen der Moderne. Erinnerungen schwacher Täter
Alexandra Kaiser: "Allerheldentotenfest". Politische Sinnstiftung und rituelle Formung des Gefallenengedenks
Christoph Holzapfel: "Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir...". Marienweihen im Zweiten Weltkrieg
Monique Scheer: Rettet Maria Deutschland? Die Diskussion um eine nationale Marienweihe zu Beginn des Kalten Krieges
Thomas Fliege: "Mein Deutschland sei mein Engel Michael". Sankt Michael als nationalreligiöser Mythos
Claudia Schlager: Le drapeau national au Sacré Coeur. Zur politischen Strahlkraft des Sacré-Coeur-Kultes in Frankreich im Ersten Weltkrieg
Herbert Nikitsch: "...den unsern Jammer, der anders brennt". Verortungen der Judas Thaddäus-Verehrung im Ersten WEltkrieg und "in unserer Zeit"
Fabio Gygi: Fassungen des Unfassbaren. Über Reliquien, Relikte und Repräsentationen in Zeiten des Krieges
Nicholas J. Saunders: Kruzifix, Kalvarienberg und Kreuz. Materialität und Spiritualität in den Landschaften des Ersten Weltkrieges
Gerhard Schneider: "Der schöne Gedanke ins Groteske verkehrt"? Die kultisch-rituelle Funktion des Nagelns sog. Porträtstatuen im Ersten Weltkrieg
Ralph Winkle: "Connaître à fond l'âme du soldat". Französische Aberglaubensforschung während des Ersten Weltkrieges
Hubert Knoblauch: Der Mythos der Entzauberung, die populäre Religion und das Ende der Privatisierung

Bestellungen über unsere Homepage www.tvv-verlag.de
oder per email: info@tvv-verlag.de

 

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