[back]
Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV) und Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
Newsletterarchiv
LUI/TVV-Newsletter 11 (Juni 2005)
Dieser Newsletter will zum einen zur Mitgliederversammlung der TVV am 8. Juli einladen; zum zweiten soll an die Ausstellung "Culture to go. Wie amerikanisch ist Tübingen" (bis 17.7.05) erinnert und der dazu erschienene Katalog beworben werden. Und drittens laden wir herzlich zur feierlichen Verabschiedung unserer Absolventinnen und Absolventen am Donnerstag, 14.7., 18-20 Uhr ein.
Eingeladen aber sind Sie auch zu mehreren, bereits angekündigten Vorträgen:
09.06., 20 Uhr 15: Prof. Michel Pastoureau (Institut Culturel Franco Allemand)
15.06., 20 Uhr : Michael Rutschky (Stadtmuseum Tübingen)
16.06., 18 Uhr 15: Dorothea McEwan (Institut)
30.06., 18 Uhr 15: Pietro Clemente/Luca Renzi (Institut)
05.07., 20 Uhr: Martin Ulmer (Institut)
07.07., 18 Uhr 15: Petr Lozoviuk, Katharina Eisch (Institut)
I. TVV
Liebe Mitglieder der TVV,
wir laden Sie hiermit herzlich ein zur diesjährigen Mitgliederversammlung am Freitag, 8. Juli 2005, 14.15h, im Übungsraum des Ludwig-Uhland-Instituts, Schloss.
Wir haben dieses (und nicht das erste) Mal die Mitglieder- und die Beiratssitzung "zeitlich und räumlich integriert". Das spart Wiederholungen und es bleibt Zeit für eine anschließende Führung durch die Ausstellung "Culture to go" im Stadtmuseum, die aus einem von Ute Bechdolf (Deutsch-Amerikanisches Institut) und Kaspar Maase (LUI) geleiteten Studienprojekt hervorgegangen ist.
TOPs der Mitgliederversammlung 2005
(integriert mit der Beirats- und Vorstandssitzung, welche die TOPs 1, 2, 5 und 6 umfasst)
1. Arbeitsbericht für 2004: Buchproduktion und -verkauf, Finanzlage, Kassenabschluss
2. Aussprache über den Arbeitsbericht
3. Bericht der Kassenrevisoren
4. Entlastung des Vorstands
5. Beschlussfassung über künftige Publikationen (Stimmrecht haben hier nur die BeirätInnen)
6. Verschiedenes
Anschließend, ca. 16.30h:
Führung durch die Ausstellung "Culture to go - Wie amerikanisch ist Tübingen" im Stadtmuseum in der Kornhausstraße.
Mit besten Grüßen
Ihr
Bernd Jürgen Warneken
P.S. Bitte teilen Sie uns Konten- und Adressenänderungen mit!
II. VERÖFFENTLICHUNGEN
Neuerscheinung: Umgang mit US-Kultur in der globalisierten Welt
Die Ergebnisse der ersten deutschen Lokalstudie zur Rolle amerikanischer Populärkultur im Alltag präsentiert ein Sammelband aus dem Tübinger Ludwig-Uhland-Institut. 17 Aufsätze behandeln folgende Themen: Die Deutschen und die populäre Kultur der USA seit dem Zweiten Weltkrieg; Amerikabilder bei linken Tübingern; Amerikanismen in der deutschen Sprache; Eine charismatische Gemeinde; Warum man zu McDonald’s geht; PC-Betriebssysteme und ihr Image; Amerikabild von Harley-Davidson-Fahrern; Amerikanisches Spielzeug; Aneignung amerikanischer Jugendkultur am Beispiel HipHop; E-Gitarre, Rockmusik und Amerikanisierung; Rezeption von Hollywood-Filmen; Amerikanische TV-Serien; Das Spektakel Basketball; Drogen und regionale Jugendkultur in den 1960ern; Das Deutsch-Amerikanische Institut; Binationale Partnerschaften; Städtepartnerschaft.
Gefragt wird: Was bedeuten US-Importe für die deutschen Nutzer? Und wem gehört in einer globalisierten Welt eigentlich „Amerika“? Es werden sowohl die Besonderheiten der Universitätsstadt Tübingen herausgearbeitet wie auch jene Züge alltäglicher Aneignung, die sich im gesamten deutschsprachigen Raum finden.
Die Tübinger bedienen sich intensiv aus dem Supermarkt der Weltkultur, dessen Regale international bestückt, doch überwiegend mit Americana gefüllt sind. Allerdings verlaufen bei jedem der untersuchten Importe Austauschbeziehungen und Einverleibungen unterschiedlich. Gemeinsam ist den Wechselbeziehungen, Verkultungen und Verteufelungen eines: Sie sind nur als Teil der kulturellen Globalisierung angemessen zu beurteilen. Mit der Öffnung der Deutschen zur Welt hin hat das Amerikanische viel von seiner Aura als Vorbild und Sehnsuchtsort verloren; auch die Anti-Affekte haben sich abgekühlt. Die Nutzung von Americana drückt weder ein Bekenntnis aus noch zeugt sie von erfolgreichem Kulturimperialismus. Man wählt so nüchtern wie vor dem Supermarktregal. Man vergleicht Preis, Menge und Qualität, man achtet auf die Inhaltsstoffe, man lässt sich auch einmal durch die Aufmachung verführen - aber die Frage nach der Herkunft bewegt nur selten die Gemüter.
Ute Bechdolf/Kaspar Maase (Hg.): Culture to go - Wie amerikanisch ist Tübingen? Aneignung von US-Kultur in einer globalisierten Welt. Tübingen: Tübinger Vereinigung für Volkskunde 2005, VIII, 289 S., ca. 150 Abb., ISBN 3-932512-30-8, 19,-- €
Der Band ist im Buchhandel oder direkt bei der Tübinger Vereinigung für Volkskunde erhältlich: www.tvv-verlag.de oder info@tvv-verlag.de oder 07071/2972374
|