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Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV) und Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
Newsletterarchiv
LUI/TVV-Newsletter 10 (April 2005)
I. INSTITUTSNEWS
Zu Beginn des Sommersemesters wollen wir wieder über die wichtigsten Instituts-/TVV-Neuigkeiten informieren. Dazu gehört – im Rückblick – die Erwähnung des Festes für und des Symposions von BJW (Volksfreunde. Zu einer Typologie des Engagements für soziale Unterschichten); im Vorausblick aber wollen wir ebenso gerne zur Welcome-Party für Bernhard Tschofen am 14.04., 20 Uhr einladen.
Im Sommersemester steht eine Reihe von – wie wir meinen – wichtigen und interessanten Veranstaltungen bevor: Das Institutskolloquium mit seinen Vorträgen hat das Thema „Grenzräume und Grenzmilieus“ und soll die dgv-Tagung im Herbst in Dresden mit vorbereiten. Fortgeführt wird mit zwei prominenten Referenten auch die gemeinsame Gesprächsreihe mit dem Tübinger Institut Culturel Franco Allemand. Zu Referaten ladet darüber hinaus auch die am Institut ansässige AG „Jüdische Studien“. Als Höhepunkt dieses Semesters kann aber die in einem Studienprojekt unter Leitung von Ute Bechdolf und Kaspar Maase erarbeitete und im Tübinger Stadtmuseum gezeigte Ausstellung „Culture to go – Wie amerikanisch ist Tübingen“ gelten. Zu deren Eröffnung und Begleitprogramm sowie zu allen anderen Veranstaltungen möchten wir Sie jedenfalls gerne einladen.
Zur Ausstellung gibt es einen umfangreichen, in der TVV erschienenen Katalog. Vor kurzem erschienen ist zudem das Tübinger Korrespondenzblatt Nr. 57. Dieses behandelt, von Lioba Keller-Drescher konzipiert und redaktionell betreut, mit „Dialekt und Alltagssprache“ die Geschichte, die Sammlung wie auch gegenwärtige Perspektiven der „Arbeitsstelle Sprache in Südwestdeutschland“. Unter der maßgeblichen Federführung von Eckard Frahm ist mittlerweile auch der Sammlungsbestand dieser Arbeitsstelle in informativer Weise auf unserer Homepage einsehbar. Die Arbeitsstelle sorgt für einige Publizität des Instituts. Am Institut ist daher auch ein Pressespiegel über die letzten drei Jahre erstellt worden (s. Public Science).
Abgeschlossen wird das Sommersemester 05 – es steht als Ganzes unter der Diskussion der Einführung von BA/MA – einerseits durch die Vorstands- u. Beiratssitzung der TVV im Rahmen des alumni-Wochenendes der Tübinger Universität (der Termin steht im Moment noch nicht fest); andererseits ehrt das Institut in der IVV am 14. Juli, 18 Uhr die Absolventinnen und Absolventen des Studienjahrs. Auch zu diesen Veranstaltungen laden wir herzlich ein.
II. TERMINE
14.04., 20 Uhr
Welcome-Party für Bernhard Tschofen (im Anschluss an das Institutskolloquium)
Ort: LUI
21.04., 19 Uhr
Ausstellungseröffnung „Culture to go – Wie amerikanisch ist Tübingen“ mit The Country Blues Project und amerikanisch-deutschem Imbiss.
Ort: Stadtmuseum im Kornhaus
03.05., 20 Uhr
Vortrag im Rahmen der „Jüdischen Studien“ am LUI
Daniel Jütte, Stuttgart:
Heinrich Sontheim und Edmund Singer – zwei prominente jüdische Musiker im Stuttgart des 19. Jahrhunderts.
Ort: Übungsraum des LUI
01.06., 20 Uhr 15
Vortrag im Rahmen der Reihe „Im Blick des Anderen“ (Institut Culturel Franco Allemand und LUI)
Christian Delacampagne, John Hopkins University, Baltimore:
Racisme et esclavage: retour sur deux fléaux de notre histoire
(Rassismus und Sklaverei: Über zwei Plagen unserer Geschichte)
Christian Delacampagne ist Professor für Neuere Literatur an der John-Hopkins Universität in Baltimore. Er ist zudem ein Spezialist auf dem Gebiet der politischen Philosophie, der visuellen Künste, der Medien und der Wechselwirkungen zwischen Geschichte, Kultur und Politik. Er stellt sein Buch über die Geschichte der Sklaverei und die Geschichte des Rassismus vor, das kürzlich auf Deutsch erschienen ist (Artemis und Winkler Verlag, Düsseldorf).
Der Vortrag wird übersetzt und von Reinhard Johler moderiert.
Ort: Institut Culturel Franco-Allemand, Tübingen
03.06., 21 Uhr
Begleitprogramm zur Ausstellung “Culture to go – Wie amerikanisch ist Tübingen”
Sex and the City - All Night Long
Zur beliebten amerikanischen Serie (OmU) werden saliges Popcorn und Prosecco angeboten.
Ort: Stadtmuseum im Kornhaus
09.06, 20 Uhr 15
Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums und im Rahmen der Reihe „Im Blick des Anderen“ (Institut Culturel Franco Allemand und LUI)
Michel Pastoureau (EHESS, Paris):
La couleur et l'historien : une histoire des couleurs est-elle possible?
(Die Farbe und der Historiker. Ist eine Geschichte der Farben möglich?)
Michel Pastoureau, Historiker und Studiendirektor an der EHESS in Paris, wird die von ihm untersuchte Geschichte der Farben am Beispiel der Farbe Blau vorstellen. Was ist die kulturelle Bedeutung einer Farbe? Wie entwickelt sich ihre Wahrnehmung?
Der Vortrag wird übersetzt und von Reinhard Johler moderiert.
Ort: Institut Culturel Franco-Allemand, Tübingen
12.06.
Exkursion im Rahmen der „Jüdischen Studien“ am LUI
Jüdisches Museum Creglingen
Treffpunkt Bahnhof Tübingen, 12 Uhr
EKW-Studierende können einen Exkursionsschein durch Teilnahme und einen zweiseitigen Exkursionsbericht erwerben
15.06., 20 Uhr
Begleitprogramm zur Ausstellung “Culture to go – Wie amerikanisch ist Tübingen”
Michael Rutschky: Wie wir Amerikaner wurden
Ort: Stadtmuseum im Kornhaus
16.06., 18 Uhr 15
Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums
Dorothea McEwan, The Warburg Institute, University of London):
Struwelpeter und Metamorphosen
Ort: Übungsraum des LUI
30.06., 18 Uhr 15
Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums
Pietro Clemente (Florenz)/Luca Renzi (Urbino):
Von der Übersetzbarkeit deutscher Volkskunde
Pietro Clemente ist Professor für antropologia culturale an der Universität Firenze und gehört zu den wichtigsten Vertretern dieses Faches in Italien. Er hat u.a. das Vorwort für die demnächst in Italien erscheinende Übersetzung der „Volkskultur in der technischen Welt“ (H. Bausinger) verfasst. Der an der Universität Urbino als Germanist tätige Luca Renzi hat die Übersetzung bewerkstelligt. Die Universität Florenz ist Teil des Erasmus-Netzwerkes unseres Institutes.
01.07., 20 Uhr
Begleitprogramm zur Ausstellung “Culture to go – Wie amerikanisch ist Tübingen”
Lange amerikanische Filmnacht
Hollywood-Klassiker aus drei Jahrzehnten: ... denn sie wissen nicht, was sie tun, Easy Rider und American Beauty.
Mit Mitternachtsführung durch die Ausstellung.
Ort: Kino Löwen
05.07., 20 Uhr
Vortrag im Rahmen der „Jüdischen Studien“ am LUI
Martin Ulmer, Tübingen:
Der Hofbankier „Jud Süß Oppenheimer“ in Württemberg im Spiegel der Regionalgeschichte.
Ort: Übungsraum des LUI
07.07., 18 Uhr 15
Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums
Petr Lozoviuk, ISGV Dresden
"Grenzland". Zur Ethnographie der sächsisch-böhmischen Grenze.
Ort: Übungsraum des LUI
14.07., 18 Uhr 15
IVV + Feier für die Absolventinnen und Absolventen des Studienjahres 04/05
Ort: Übungsraum des LUI
17.07., 11 Uhr
Begleitprogramm zur Ausstellung “Culture to go – Wie amerikanisch ist Tübingen”
Finissage
Bevor die Ausstellung ihre Pforten schließt, kann beim Sale ein Stück Amerika mit nach Hause genommen werden.
Ort: Stadtmuseum im Kornhaus
III. AUSSTELLUNGEN
Culture to go - Wie amerikanisch ist Tübingen?
Ausstellung des LUI-Studienprojekts im Stadtmuseum im Kornhaus, Tübingen, 22. 4. - 17. 7. 2005
Öffnungszeiten: Di - Fr. 15-18, Sa + So 11-18
Die Welt entwickelt sich zu einem kulturellen Supermarkt, zumindest aus der Sicht des wohlhabenden Westens. Angebote aus allen Kontinenten finden ihren Weg nach Deutschland und auch nach Tübingen. Anhaltend umstritten sind Importe, die aus den Vereinigten Staaten kommen: Werden wir dadurch amerikanisiert?
Oft wird vergessen, dass sich die Tübinger im globalen Supermarkt freiwillig und bewusst für Amerikanisches entscheiden. Die Ausstellung fragt nach dem Erfolgsgeheimnis amerikanischer Gegenwartskultur. Was macht die Importe so attraktiv? An Tübinger Beispielen wird demonstriert, was den Reiz der US-Kultur ausmacht.
IV. VERÖFFENTLICHUNGEN
Begleitband
Zur Ausstellung erscheint der Band "Culture to go – Wie amerikanisch ist Tübingen?" Aneignung von US-Kultur in einer globalisierten Welt
Ca. 300 S., ca. 140 Abb., 19,00 Euro; in der Ausstellung und für TVV-Mitglieder 15,00 Euro
Erhältlich bei der TVV und im Buchhandel
Dialekt und Alltagssprache. Arbeitsstelle Sprache in Südwestdeutschland (Tübinger Korrespondenzblatt Nr. 57). Tübingen 2004.
V. PUBLIC SCIENCE – DAS LUI
Das Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft sieht sich gemäß seinem Leitbild als fester Teil der "Forschungsuniversität Tübingen". Doch ebenso wichtig ist es dem Institut, Aufgaben und Zielvorstellungen einer "Landesuniversität" wahrzunehmen - und sich damit am Wissenstransfer in die Region (und darüber hinaus) zu beteiligen. Dieser "Pressespiegel" für die Jahre 2002, 2003 und 2004 versteht sich daher als Dokumentation (und als Evaluationsinstrument) des LUI-Bemühens um "public understanding of siences and humanities". Er belegt gleichzeitig die hohe mediale Nachfrage nach Inhalten der Tübinger Empirischen Kulturwissenschaft.
Das öffentliche Interesse konzentriert sich zunächst auf klassische Inhalte der EKW (so etwa Museum, Region, jüdische Kultur, europäische Alltagskultur, Dialekt). Daneben aber hat auch die rege EKW-Beteiligung an universitärer Wissensvermittlung (Studium Generale, Kinderforschertag, Dies) ein positives mediales Echo gefunden. Dies trifft auch für die an ein größeres Publikum gerichteten LUI-Vortragsforen bzw. die eigens initiierten "Tübinger kulturwissenschaftlichen Gespräche" zu. Ein besonderes "Fenster" in die Öffentlichkeit - und auch dies zeigt der Pressespiegel deutlich - besitzt die Empirische Kulturwissenschaft mit ihren Studienprojekten und den damit verbundenen Ausstellungen im Haspelturm des Tübinger Schlosses.
Der hohe Bekanntheitsgrad des Instituts aber - und dies ist ebenso wichtig zu erwähnen - unterstreicht nicht nur die zugestandene EKW-Kompetenz, sondern erhöht auch die Berufschancen der Absolventinnen und Absolventen spürbar. Im Institutsleitbild wird dies als eigenes Ziel dargelegt: Das intensive Bemühen um Wissenstransfer zielt auf ein öffentlichwirksames und kommunikatives Institut.
Da Rundfunk- und Fernsehberichte mit den Institutskapazitäten nur schwer zu erfassen waren, sind in diesem "Pressespiegel" vorrangig Zeitungsberichte enthalten. Diese wiederum sind (aus den erwähnten Gründen) primär auf die regionale Berichterstattung konzentriert.
Der Pressespiegel kann zum Preis von Euro 10,-- im Sekretariat erworben werden.
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