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Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV) und Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
Newsletterarchiv
LUI/TVV-Newsletter 1 (Oktober 2003)
Dieser Newsletter ist neu – und er ist ein Versuch aus konkretem Anlass: Die Neugestaltung des „Tübinger Korrespondenzblattes“ (ab Nr. 54: Jüdische Studien) hat eine spürbare Informationslücke über das Institutsgeschehen hinterlassen. Diese zu schließen, aber noch mehr den Kontakt der TVV und des LUI zu den Mitgliedern, AbsolventInnen und Interessierten zu intensivieren, ist die Aufgabe und Ziel dieses Newsletters.
Der LUI/TVV-Newsletter wird regelmäßig zu Beginn des Winter- bzw. Sommersemesters (und fallweise zu besonders aktuellen Anlässen) erscheinen und soll Sie frühzeitig über Veranstaltungen, Ausstellungen, Neuerscheinungen, kurz: über „Aktuelles“ informieren. Fallweise wird Sie dieser Newsletter darüber hinaus auch über kurzfristig angesetzte Veranstaltungen in Kenntnis setzen.
Das Ziel unseres LUI/TVV-Newsletters ist daher ein Doppeltes: bessere Information, aber auch intensivere Kommunikation. So würden wir uns freuen, wenn wir Sie zu den Institutsveranstaltungen begrüßen könnten. Doch ebenso wichtig ist es uns, feedback auf diesen Newsletter zu erhalten. Denn: Er soll ein lebendiges Institutsmedium werden.
Das LUI/die TVV haben inzwischen auch eine neu gestaltete Homepage (www.uni-tuebingen.de/kultur); auch dies soll unsere „öffentliche Seite“ stärker machen.
Dieser LUI/TVV-Newsletter hat mehrere Teile: In einem ersten werden wichtige Informationen („Institutsnews“) aus dem Institut mitgeteilt. Im zweiten Teil („Termine“) wollen wir Sie zu Institutsveranstaltungen einladen. Und der dritte Teil dient der „Ankündigung“ von Neuerscheinungen.
Bernd Jürgen Warneken/Reinhard Johler
1. INSTITUTSNEWS
Im WS 2003/04 stehen wichtige Entscheidungen für die Zukunft des LUI an: Wir werden zum Ersten die Neuorganisation des Studiums (Stichwort: Einführung des BA/MA) zu entscheiden haben. Zum Zweiten steht die Besetzung der C3-Professur (Nachfolge Jeggle) an. Diese hat die Schwerpunktsetzung „Regionale Ethnographie“.
Als uns wichtige Veranstaltung hervorzuheben, ist das neu eingerichtete „Forum junger Forschung“. Dieses findet zum Dies universitatis statt und soll erstmals die Möglichkeit bieten, gerade fertig gestellte Magisterarbeiten einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Öffentlich präsentiert werden im Oktober auch die Ergebnisse des von Eckhart Frahm geleiteten Studienprojekts „Renaissance des Dialekts?“. Am 26. und 27. Oktober findet das 20. Tübingen-Strasbourg-Kolloquium zum Thema „Lachkultur/Rire“ statt. Zu diesem „Jubiläum“ – es wird am Tübinger Institut Culturel Franco-Allemand feierlich begangen – wird eine kleine Festschrift erscheinen.
Am LUI veranstaltet seit 1997 auch die AG „Jüdische Studien“ ihre Vorträge. Auch zu diesen sind Interessierte herzlich eingeladen.
Das Thema des Institutskolloquiums (jeweils Donnerstag, 18-20 Uhr) ist „Neue Theorieansätze der Kulturwissenschaft“. In diesem Rahmen werden auch Vorträge angeboten. Bitte informieren Sie sich über das genaue Programm auf unserer Homepage.
2. TERMINE
16. 10., 14-16 Uhr
Forum junger Forschung
Neue Magisterarbeiten in der Empirischen Kulturwissenschaft
(Dies Universitatis)
Alexandra Kaiser
In der Kirche im Dorf. Eine ethnographische Studie zur sinnlichen Dimension des protestantischen Kirchgangs.
Anne Juel Jensen
Frauen: Familie und/oder Beruf? Eine ethnographische Studie in einer württembergischen Gemeinde.
Kathrin Fiedler
Starbucks – Gemütlichkeit am Dritten Ort. Eine ethnographische Studie.
Eva Hübner
Snoopy und der Rote Baron. Kriegserfahrung zwischen Heroisierung und Ironisierung.
Steffen Walz
On the Move between proximate Distance and distant Proximity. Cultural anthropological elaborations and exemplary empirical scenario study.
Ort: Seminarraum des LUI
23. 10., 18 Uhr 15
Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums
Prof. Dr. Matthias Vogt (Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsens, Görlitz):
Kulturwissenschaft und das Verständnis von Kulturpolitik
24. 10., 19 Uhr 30
Podiumsdiskussion (Projektpräsentation: Renaissance des Dialekts?)
Dialekt in der Schule. U. a. mit Prof. Norbert Feinäugle; Moderation: Eckhart Frahm
Leinfelden-Echterdingen: Bürgersaal
26. u. 27. 10.
Tagung: Lachkultur/rire
Das 20. Treffen zwischen dem Laboratoire de sociologie de la culture européenne
Université Marc Bloch Strasbourg und dem Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
PROGRAMM/PROGRAMME
Sonntag/Dimanche, 26. 10.
15.00
Jean-Claude Crespy (ICFA Tübingen)
Begrüßung/Allocution de bienvenue
Reinhard Johler
Das 20. Strasbourg-Tübingen-Kolloquium
Oder: Wie Deutsche und Franzosen zum Lachen kamen
(Le 20ème Colloque Strasbourg – Tübingen.
Ou: Comment les Allemands et les Français en vinrent au rire)
15.45
Rückblick nach Vorne
(Un regard rétrospectif tourné vers le futur)
Ein Gespräch mit/Discussion avec Geneviève Herberich-Marx, Utz Jeggle, Freddy Raphaël, Friedemann Schmoll
(Moderation/Présentation Reinhard Johler)
16.30
Hermann Bausinger
Gibt es deutschen Humor?
(L’humour allemand existe-t-il?)
Freddy Raphaël/Geneviève Herberich-Marx
Etudier l’humour, sans l’etouffer
(Den Humor untersuchen, ohne ihn dabei zu ersticken)
18.30
Präsentation der „Festschrift“/Présentation du „Mélanges“:
Mit Frankreich/Avec la France. Une Coopération scientifique/
Eine Wisenschaftskooperation
18.45
Buffet
Ort/Lieu: Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstrasse 25, Tübingen
Montag/Lundi, 27. 10.
9.00-9.45
Patrick Schmoll
Quand les „Guignols de l’Info“ rient jaune. Les élections françaises du printemps 2002
Wenn die „Guignols de l’Info“ gezwungen lachen. Die französische Präsidentenwahl im Frühling 2002)
9.45-10.30
Kaspar Maase
Lachen im Krieg
(Le rire pendant la guerre)
10.30-11.00
Kaffeepause/pause café
11.00-11.45
Freddy Raphaël
L’humour juif en Alsace
(Der jüdische Humor im Elsass)
11.45-12.30
Anny Bloch
Pour un judaisme acidulé
(Für ein beißendes Judentum)
12.30-14.00
Mittagspause/Pause de midi
14.00-14.45
Karine Chaland
A propos du rire dans les enquêtes de terrain avec des préadolescents
(Über das Lachen im Vorjugendalter in der Feldforschung)
14.45-15.30
Christine Bischoff
Anmerkungen zur Körperlichkeit des Lachens
(Remarques à propos de la manifestation corporelle du rire)
15.30-16.15
Joelle Bourgin
Humours enseignants et humours étudiants dans l’université
(Der Humor der Lehrenden und der Studierenden an der Universität)
16.15-17.00
Zusammenfassung/Résumé
Ort/Lieu:
Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Schloss
27.10., 19 Uhr 30
Podiumsdiskussion (Projektpräsentation: Renaissance des Dialekts?)
Überall fließend Schwäbisch. Renaissance des Dialekts. Podium: Hermann Bausinger, Herta Däubler-Gmelin, Ulrich Schill; Uli Keuler spielt; Moderation: Eckhart Frahm.
Ort: Kelter, Tübingen (Eintritt 4 €/2€)
18. November 2003, 20 Uhr s.t.
Vortrag der AG „Jüdische Studien“
Martin Ulmer: Die antisemitische Agitation in Württemberg während der Weimarer Republik
Ort: LUI, Übungsraum
16. Dezember 2003, 20 Uhr s.t.
Vortrag der AG „Jüdische Studien“
Andrea Hoffmann, Traudl Mönch: New York. Emigrationserfahrung im Spiegel jüdischer Literatur
Ort: LUI, Übungsraum
13. Januar 2004, 20 Uhr s.t.
Vortrag der AG „Jüdische Studien“
Andreas Kunze und KollegInnen: Bericht von der LUI-Exkursion zu den jüdischen Spuren in der Ukraine im Sommer 2003
Ort: LUI, Übungsraum
3. Februar 2004, 20 Uhr s.t.
Vortrag der AG „Jüdische Studien“
Prof. Dr. Utz Jeggle: Gab es eine schwäbisch-jüdische Symbiose? – Anmerkungen zu einem Konstrukt
Ort: LUI, Übungsraum
Vorankündigung: 6.-8. 2. 04
Doktorandenkolloquium
Ort: Inzigkofen
3. NEUERSCHEINUNGEN
Kaspar Maase, Bernd Jürgen Warneken (Hg.): Unterwelten der Kultur. Themen und Theorien der volkskundlichen Kulturwissenschaft. Köln-Weimar 2003 (Böhlau-Verlag)
“Kulturwissenschaft“ droht zum Allerwelt-Etikett zu werden, diffus und profillos. Dagegen setzt der Band aus dem Tübinger Ludwig-Uhland-Institut einen deutlichen Akzent: Empirische Kulturforschung in der Tradition der Volkskunde zeigt ihre Stärken bei der Analyse von Phänomenen aus den „Unterwelten“ der Kultur. Deren Feld öffnet sich immer dort, wo die Gesellschaft sich vom „Primitiven, Rohen und Gewöhnlichen“ abzusetzen sucht, in dem sie doch gründet. Diese „niederen“ Bereiche des Körpers und der Sinne, der Sprache und des Geschmacks werden in exemplarischen Beiträgen beleuchtet. Der Band wendet sich an ein populär- und alltagskulturell interessiertes Publikum und bietet insbesondere Studierenden der verschiedenen Kulturdisziplinen eine aktuelle Einführung in Themenfelder, Fragestellungen und Theorien ethnographischer und historischer Kulturwissenschaft. (Verlagstext)
Dieses Buches wird im Rahmen des Institutskolloquiums vorgestellt (der genaue Termin steht im Moment allerdings noch nicht fest).
Lioba Keller-Drescher: Ländliche Mode in Württemberg 1750-1850. Tübingen 2003 (Tübinger Vereinigung für Volkskunde).
Der Präsentationstermin ist noch nicht festgelegt.
Projektgruppe des Ludwig-Uhland-Instituts (Leitung: Eckart Frahm: Renaissance des Dialekts? Tübingen 2003 (Tübinger Vereinigung für Volkskunde).
Dieser Projektband wird am 27. 10., 19 Uhr 30 in Tübingen (Kelter) präsentiert.
Mit Frankreich/Avec la France. Une Coopération scientifique/Eine Wisenschaftskooperation (= Tübinger Korrespondenzblatt Nr. 55).
Diese Broschüre wird am 26. 10., 18 Uhr 30 im Tübinger Institut Culturel Franco-Allemand präsentiert.
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